Recruiting in Coronazeiten - vergiß' es! Oder?

Recruting in Coronazeiten - macht das Sinn?

Viele Unternehmen haben erhebliche Einbrüche im Umsatz und können kaum absehen, wie es weiter geht. Es gilt, Regelungen für Kurzarbeit zu schaffen oder sogar über Entlassungen nachzudenken. Anderen Unternehmen haben so viel zu tun, dass an systematisches Recruiting kaum zu denken ist.

Auf Bewerberseite ist auch weniger los; viele Recruiter berichten mir, dass sie weniger Bewerbungen bekommen. Fach- und Führungskräfte wollen in unsicheren Zeiten lieber nicht wechseln, das ist ja verständlich. Ein Jobwechsel ist immer ein Risiko - das Sie als Recruiter jedoch vermindern können. Indem Sie Bewerber gut informieren und für Vertrauen sorgen.

Der Schluss aus all' dem liegt auf der Hand: es ist nicht die Zeit für Recruiting. Oder?

Recruiting bleiben lassen? - Lieber Perspektiven bieten!

Natürlich hat die Organisation des Unternehmens im Krisenmodus Priorität. Dass sich Unternehmer, Recruiter und HR jetzt schlimmstenfalls mit Personalabbau beschäftigen müssen, hätte niemand gedacht - so gut lief die Konjunktur. Und so intensiv mussten sich bis vor kurzem Recruiter um Auszubildende, Fach- und Führungskräfte bemühen.

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Doch es gibt eine Alternative dazu, das Recruiting reflexartig einzustellen. Die Wirtschaftsweisen haben heute eine Rezession vorausgesagt, die "v-förmig" verlaufen kann- also ein steiler Einbruch und ebenso steiler Aufbruch.

Wer jetzt nicht dran bleibt am Arbeitsmarkt, verliert spätestens dann, wenn der Aufbruch da ist. Denn dann suchen viele Unternehmen sehr plötzlich, wenn die Nachfrage schlagartig anzieht.

Daher meine Empfehlungen für Ihre Recruitingstrategie:

  • Halten Sie Bewerber bei der Stange - auch wenn es noch dauert, bis Sie wieder einstellen. Stichwort Stellenausschreibung: wenn Sie ganz sicher sind, dass Sie auch im ersten Halbjahr 2021 nicht einstellen wollen, so sollten Sie die Ausschreibungen zurückziehen, sonst leidet Ihre Glaubwürdigkeit als Arbeitgeber. Ansonsten gilt: würdigen Sie eingehende Bewerbungen.
  • Schaffen Sie Klarheit. Informieren Sie Bewerber dazu, wie jetzt gerade Ihr Vorgehen aussieht. Angesichts der Lage verlangt keiner eine datumsgenaue Auskunft; Sie können aber sagen, wie im Moment Ihre Planung für Einstellungen "auf Sicht" aussieht. Dass sie beispielsweise planen, die Lage im Herbst neu zu bewerten und dann Bewerbungen, die jetzt da sind, neu prüfen.Oft passt das ganz zu den Planungen von Bewerbern, die auch noch etwas Zeit brauchen.
  • Bauen Sie die Pipeline auf. Das bedeutet: bedanken Sie sich für Bewerbungen und speichern Sie die Bewerberdaten und -unterlagen, sofern der Bewerber einverstanden ist. Dazu gehört eine passende Datenschutzerklärung für das Speichern und Bearbeiten von Bewerberdaten - die kann Ihnen Ihr Datenschutzbeauftragter erstellen.

Gute Prozesse lassen sich leicht digitalisieren - schlechte nicht.

So geht es im Recruiting:

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Ein schlanker, effizienter und bewerberfreundlicher Recruiting-Prozess lässt sich leicht digitalisieren - Instrument gibt es dazu. Schritt für Schritt: erstellen Sie ein digital gestütztes Anforderungsprofil, das als Grundlage dient für die Stellenausschreibung und für den Dialog mit dem Bewerber. Ein konzentriertes Telefoninterview lässt sich auch in Coronazeiten führen, ergänzt durch ein strukturiertes Auswahlinterview per Videokonferenz. Auch wertige Persönlichkeitsprofile lassen sich nach wir vor einbinden - die sind schon lange digital möglich.

Die notwendigen Auswahlinstrumente können Sie hier erstellen und herunterladen - unser digitaler Service für Sie.